Hang Loose in San Pepelone: Wie der 12. Jahrgang die Wellen und den Wind bezwang!

Während die Abiturient:innen nach Pfingsten in den mündlichen Prüfungen schwitzen mussten, hatte der Jahrgang 12 eine weitaus erfrischendere Alternative: Nach Wochen der Vorfreude war es am 26.05. endlich so weit: Elf Schüler des 12. Jahrgangs machten sich gemeinsam mit Frau Domann und Herrn Gretenkord auf den Weg nach San Pepelone. Das Ziel der Reise? Der Erwerb des offiziellen VDWS-Grundsurfscheins und eine unvergessliche gemeinsame Zeit kurz vor den finalen Jahr der Oberstufe.

Ankunft und die ersten Schritte auf dem Brett

Der Dienstag stand nach der Ankunft ganz im Zeichen der Orientierung. Das weitläufige Gelände des Surfcamps wurde ausgiebig erkundet, und bei bestem Wetter nutzen viele vonuns die Zeit, um eine Runde Beachvolleyball zu spielen oder einfach den beeindruckenden Ausblick auf das Wasser auf der Terrasse unserer Bungalows zu genießen. Lange ausruhen konnten wir uns jedoch nicht, denn bereits am späten Nachmittag ging es zum ersten Mal in Neoprenanzügen aufs Wasser. In dieser ersten Einheit lag der Fokus vor allem auf den absoluten Grundlagen – allen voran der Frage, wie man überhaupt sicher auf dem Surfbrett steht und die Balance hält.

Mit Teamgeist die Balance auf dem Board erkunden

Intensives Training unter professioneller Anleitung

Ab Mittwoch startete dann der reguläre und durchaus anspruchsvolle Surfkurs. Unter der Leitung unseres Surflehrers Paul, der sich durch seine fachliche Kompetenz und seine enorm entspannte Art schnell als absoluter Glücksgriff herausstellte, absolvierten wir fortan täglich eine 90-minütige Trainingseinheit. Paul vermittelte uns den Umgang mit dem Segel und die richtige Körperhaltung. Nach einer kurzen Mittagspause ging es am Nachmittag in die freie Übungszeit, die von Herrn Gretenkord betreut wurde. Hier stand das selbstständige Festigen der Techniken im Vordergrund, was bei dem einen oder anderen zu Beginn noch mit unfreiwilligen Badegängen verbunden war. Die Abende standen im Abend der Gemeinsamkeit. Fernab vom Schulalltag verbrachten wir die Zeit in entspannter Gemeinschaft: Wir schauten zusammen Fußball, spielten Karten oder ließen die ereignisreichen Tage bei guten Gesprächen auf unserer Terrasse ausklingen.

Die Grundlagen werden als Trockenübungen trainiert

Die Theorieeinheit und der finale Feinschliff

Am Donnerstag wurde das Programm noch einmal intensiviert. Neben den beiden praktischen Einheiten auf dem Wasser kam nun eine Theorieeinheit hinzu. Hier ging es darum, das notwendige Hintergrundwissen zu erlangen – von den Vorfahrtsregeln auf dem Wasser, über die verschiedenen Windarten bis hin zu wichtigen Sicherheitsvorschriften. Der Freitag stand ganz im Zeichen der unmittelbaren Prüfungsvorbereitung. Für die letzte praktische Übungsphase vor den Tests erhielten wir Unterstützung von einer neuen Surflehrerin, Sarah. Sie nahm sich für jeden von uns individuell Zeit, analysierte unsere Bewegungsabläufe und korrigierte spezifische Fehler. Dank dieses Einzelunterrichts fühlten sich alle von uns optimal vorbereitet.      

Am Freitagnachmittag stand noch der theoretische Test auf dem Plan, den alle erfolgreich meisterten.

Einzelcoaching und intensive Vorbereitung auf die praktische Prüfung

Nervenkrimi am Prüfungstag und ein überragendes Ergebnis

Als wir am Samstagmorgen aufstanden und den Blick über das Wasser schweifen ließen, machte sich zunächst Skepsis breit. Ein extrem starker Wind peitschte über das Revier – Bedingungen, die wir so aus den vergangenen Tagen nicht kannten. Das anschließende Einsurfen bestätigte die Befürchtungen: Fast jedem von uns flog das Segel durch die starken Böen aus der Hand, und das präzise Lenken erwies sich als echte Herausforderung. Die Nervosität vor der praktischen Prüfung stieg spürbar.

Doch wir bewiesen Nervenstärke. Zur praktischen Prüfung fokussierten sich alle noch einmal vollends, passten sich den schwierigen Windverhältnissen an und lieferten eine starke Performance ab. Das Ergebnis sprach am Ende für sich: Alle elf Teilnehmer bestanden die praktische Prüfung mit den Noten „sehr gut“ oder „gut“. Der Stolz über diese Leistung war jedem Einzelnen sichtlich ins Gesicht geschrieben. Damit haben alle von uns den VDWS-Grundsurfschein erfolgreich erworben.

Glückliche Gesichter über die bestandene Prüfung

Ein runder Abschluss

Der krönende Abschluss folgte am letzten Abend im Rahmen einer großen Strandparty, bei der uns feierlich die Surfscheine überreicht wurden. Alles in allem waren es sehr entspannte sechs Tage, die wir alle sichtlich genossen und uns als Jahrgang noch enger zusammengeschweißt haben.

Im Namen aller Teilnehmer möchten wir uns nochmal ganz herzlich für die Möglichkeit bedanken, diesen Sportkurs für uns anzubieten, der hoffentlich auch für die nächsten Jahrgänge angeboten wird.

Ein besonderer Dank gilt Frau Domann und Herrn Gretenkord für die Organisation und Begleitung sowie unseren Trainern Paul und Sarah für die Geduld und Unterstützung auf dem Wasser.

Entspannter Ausklang und erfolgreicher Abschluss mit Verleihung der Surfscheine
Sonnenuntergang in malerischer Kulisse

Bericht: Jan Wilhelm. Fotos: Teilnehmende/Do/Gk