Am 16. Juni unternahm der Profilkurs Geographie mit fünf Schülerinnen und Schülern eine Exkursion ins Lausitzer Seenland. Bereits im Unterricht hatten wir uns intensiv mit der Region und ihrem tiefgreifenden Strukturwandel beschäftigt: von den Braunkohle-Tagebauen der DDR hin zu einer modernen Freizeit- und Tourismuslandschaft. Umso spannender war es, die Inhalte nun direkt vor Ort zu erleben.
Trotz eines holprigen Starts durch den Ausfall des ersten Zuges ließen wir uns die gute Stimmung nicht verderben und erreichten Senftenberg mit einer Stunde Verspätung. Dort starteten wir unsere rund 40 Kilometer lange Fahrradtour durch die beeindruckende Seenlandschaft. Unterwegs wurden entgegenkommende Radfahrerinnen und Radfahrer stets freundlich vom Kurs begrüßt – was oft mit einem Lächeln erwidert wurde.
Das erste Highlight war der „Rostige Nagel“, ein Aussichtsturm mit spektakulärem Blick über die künstlich entstandene Lausitzer Seenplatte. Besonders eindrucksvoll war die Begegnung mit Dr. Uwe Steinhuber von der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaf
Über teils abenteuerliche Offroad-Wege führte die Tour weiter zum Geierswalder See und zum Lausitzer Leuchtturm. Den Abschluss bildete der 32 Meter hohe Aussichtsturm am Senftenberger See, von dem aus sich die Dimensionen des Landschaftswandels besonders eindrucksvoll erkennen ließen.
Die Exkursion zeigte auf beeindruckende Weise, wie erfolgreich ehemalige Bergbauflächen in attraktive Erholungs- und Naturräume umgewandelt werden können. Für uns war es eine großartige Gelegenheit, die im Unterricht erarbeiteten Inhalte nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern den Strukturwandel der Lausitz unmittelbar zu erleben.
Die Unterrichtsinhalte im realen Leben sicht- und greifbar zu machen eröffnet ganz andere Lernperspektiven und fördert zudem den Zusammenhalt des Kurses! Ein herzlicher Dank gilt Herrn Thiere für die Organisation und Durchführung der Exkursion sowie Frau Domann für die Begleitung.
Text/Bild: Tie