Gemeinsam Gedenken: Ein Abend gegen Antisemitismus

Am 20.03.2026, kurz vor den Osterferien, fand in der Kiezspinne unweit unserer Schule ein kulturell bunter Abend im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Am frühen Abend fanden sich die Besucherinnen und Besucher in einem freundlichen Raum nebst Buffett und Getränken ein, um zu sehen, wie sich junge Menschen mit dem Thema Rassismus und Antisemitismus künstlerisch auseinandersetzen.

Auch die Schülerinnen und Schüler der Mildred-Harnack-Schule waren engagiert auf und hinter der Bühne vertreten. Herr Ueberschär führte als Moderator durch den Abend. So wurde z.B. der preisgekrönte Kurzfilm „Licht ist das Leben“ (Gewinner Nachwuchspreis beim 21. internationalen Filmfestival für Menschenrechte) gezeigt, an dem die Schülerinnen Jonta und Luna als Hauptdarstellerinnen und Kamerafrauen ihr Können unter Beweis stellten. Das im Anschluss stattgefundene Nachgespräch beleuchtete spannend die Entstehungsgeschichte des Films und wie viel Arbeit in solch Projekten, die freiwillig neben der Schule fertiggestellt werden, steckt.

Schüler:innen der Mildred-Harnack-Schule beim Abend gegen Antisemitismus

Der DS-Kurs 12 unter der Leitung von Herrn Klein (mit tatkräftiger Unterstützung von zwei Schülern des DS 11 Kurses) zeigten den aktuellen Stand ihres Theaterstückes zum Thema Populismus und zeigten eindrucksvoll mit Bildern, theatralen Mitteln und Medieneinsatz, wie sich die Jugend zur aktuellen politischen Lage prozessorientiert und reflektierend im Theater auseinandersetzen kann.

Ein junges deutsch-ukrainisches Streicherduett aus Kassel, Pavlo und Max (ehemaliger Schüler MHS) rundeten den Abend musikalisch mit Werken deutsch jüdischer Komponisten ab. Die Begrüßungsworte richtete der Lichtenberger Bezirksbürgermeister Martin Schaefer an die Gäste, der nochmals betonte, wie wichtig es sei, gemeinsam ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu setzen, nicht nur in Berlin, sondern im ganzen Land.

Auch er zeigte sich von der künstlerischen Vielfalt und der Qualität der Beiträge begeistert. Und genau da lag der Erfolg des Abends: Aufzuzeigen, was passiert, wenn sich junge Menschen zusammentun, um mit der Kraft des künstlerischen Ausdrucks ein Licht gegen Ausgrenzung und
Hass zu entzünden.

Bezirksbürgermeister Martin Schaefer applaudiert den Vortragenden begeistert.

Organisiert hatte den Abend das Fhoch2 Kulturkollektiv mit ihren Vorsitzenden Feliks Thiele und
Yven Exner, die auch als Beteiligte des Filmbeitrags das Nachgespräch bereicherten. Gefördert wurde der Abend durch den Jugenddemokratiefonds Berlin und der Amadeo Antonio Stiftung. Ein herzlicher Dank geht an die Kiezspinne für das zur Verfügung stellen der Räumlichkeiten.

Bezirksbürgermeister Martin Schaefer applaudiert den Vortragenden begeistert.

Bilder/Text: FB DS