Vom 29. Juni bis zum 3. Juli 2026 hieß es für die Leistungskurse Politik und Geografie des 12. Jahrgangs: Koffer packen, Theorie beiseitelegen und rein ins europäische Herzgeschehen. Eine Woche lang tauschten die Schülerinnen und Schüler das Klassenzimmer gegen die Straßen von Brüssel und Antwerpen, um politische Institutionen live zu erleben und geografische Stadtstrukturen vor Ort zu analysieren.
Montag: Der Marathon der Anreise
Die Fahrt begann, wie viele gute Reisen beginnen: mit einer ordentlichen Portion Geduld. Satte neun Stunden dauerte die Anreise mit dem Zug, bis die Gruppe endlich belgischen Boden unter den Füßen hatte. Nach dem Einchecken im Hotel stand der restliche Montag ganz im Zeichen des ersten Kennenlernens der Stadt. Ein lockerer Erkundungsgang durch die Brüsseler Straßen bot einen ersten Vorgeschmack auf das, was die Gruppe in den kommenden Tagen erwarten sollte.
Dienstag: Schlafmangel, Schokolade und der rote Teppich der Macht
Der Dienstagmorgen forderte direkt die Disziplin aller Beteiligten. Nach dem packenden Deutschlandspiel am Vorabend startete der Tag für die meisten früh und komplett übermüdet. Doch das straffe Programm ließ keine Müdigkeit zu: Eine umfassende Stadtführung leitete den Tag ein. Vorbei an den geschichtsträchtigen Fassaden der Altstadt, dem imposanten Rathaus und natürlich dem weltberühmten Manneken Pis gab es Brüssel-Klassiker pur.
Am Nachmittag wechselte der Fokus vom Tourismus zur harten Politik. Die Gruppe besuchte den Europäischen Rat. Nach einem hochinteressanten Vortrag über die oft komplexe Arbeitsweise des Rates folgte das absolute Highlight des Tages: Der Gang über den echten roten Teppich. Jener Teppich, über den sonst nur die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten schreiten und den man sonst nur aus der Tagesschau kennt. Die Größe und die imposante Architektur des Gebäudes hinterließen bei allen einen bleibenden Eindruck.
Mittwoch: Geografie-Exkursion nach Antwerpen
Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Geografie-Leistungskurses. Per Bahn ging es in die
rund eine halbe Stunde entfernte Hafenstadt Antwerpen. Hier verknüpfte die Gruppe
Theorie und Praxis: Zunächst wurde die strategische Lage der Stadt analysiert, bevor es auf
Erkundungstour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ging.
Schnell fiel allen auf: Antwerpen wirkt wesentlich moderner, neuer und dynamischer als das eher administrative Brüssel. Nach dem fachlichen Teil des Tages kam das Kulinarische nicht zu kurz. Die wohlverdiente Freizeit am Nachmittag nutzte der Großteil der Gruppe für das, was man in Belgien einfach tun muss: Frische, original belgische Pommes und fluffige Waffeln genießen.
Donnerstag: Emotionen im Parlament und letzte Stunden in Kleingruppen
Der Donnerstag läutete leider schon den letzten echten Tag der Kursfahrt ein. Das Ziel am Vormittag: Das Europäische Parlament. Dass Politik alles andere als trocken sein muss, bewies der dortige Referent. Mit spürbarer Leidenschaft und viel Emotion hielt er einen Vortrag über die demokratische Arbeit des Parlaments. Im Anschluss durfte die Gruppe auf den Tribünen des riesigen Plenarsaals Platz nehmen. Das Timing war perfekt: Live konnte eine laufende Ausschusssitzung des Handelsausschusses mitverfolgt werden.
Den letzten Nachmittag hatten alle zur freien Verfügung. In Kleingruppen strömten die Schülerinnen und Schüler noch einmal aus, um Souvenirs zu jagen, letzte Fotos zu schießen oder einfach das Brüsseler Flair in den Cafés zu genießen.
Als am Freitag die Heimreise antrat, war die Müdigkeit zwar spürbar, aber die Koffer waren vollgepackt mit neuen Eindrücken, Insider-Wissen über die EU und unvergesslichen Momenten als Kursgemeinschaft.
"Zwischen europäischer Spitzenpolitik und belgischer Kulinarik war diese Exkursion eine rundum schöne und absolut gelungene Kursfahrt nach Brüssel!"
Fahrtteilnehmende der Jahrgangsstufe 12
Bericht/Bilder: Teilnehmende der Kursfahrt