Wie bereits bei unserer Abiturient:innen bemerkt, kennt Schule ihre ganz eigenen Jahreszeiten. Neben dem Ankommen, Wachsen und gemeinsamen Gestalten gehört dazu auch die besondere Zeit des Abschieds. Mit dem Ende eines Schuljahres geht eine solche Jahreszeit zu Ende – eine Zeit, in der zurückgeblickt, gewürdigt und gleichzeitig nach vorne geschaut wird.
Schulleiter Herr Rüffert blickte bei der Verabschiedung in viele lächelnde Gesichter. Auch die Lehrkräfte dürfen nach einem ereignisreichen Schuljahr nun ihren wohlverdienten Sommerurlaub antreten. Doch bevor die Schulgemeinschaft in die Ferien startete, stand noch ein wichtiger Moment an: das Danke sagen und Verabschieden. Denn das Ende eines Schuljahres ist immer auch mit Abschieden verbunden. Auch in diesem Jahr verlassen Kolleg:innen unsere Schule, um neue Wege zu gehen.
Neue Wege nach dem Referendariat
Besonders schön war es, auf die Entwicklung unserer Referendar:innen zurückzublicken. Frau Shimovolos verlässt unsere Schule nach erfolgreich bestandenem Referendariat und startet in einen neuen Abschnitt ihres beruflichen Weges. Herr Thiere und Frau Engraf bleiben unserer Schulgemeinschaft erhalten und unterstützen unser Kollegium nun als voll ausgebildete Lehrkräfte. Wir freuen uns sehr, dass sie weiterhin Teil unserer Schule bleiben und bereits in ihrer Zeit des Referendariats unsere Schule bereicherten.
Eine Stimme, die bewegt – Frau Bischoff geht, ihre Impulse bleiben
Auch Frau Bischoff wurde verabschiedet, die innerhalb Berlins an eine andere Schule wechselt. In den Worten der Schulleitung wurde deutlich, welche Spuren sie an unserer Schule hinterlassen hat.
Frau Bischoff vereine viele Eigenschaften, die eine sehr gute Lehrkraft auszeichnen: fachliche Stärke, Menschlichkeit, großes Engagement und die Bereitschaft, über das Selbstverständliche hinauszugehen. Besonders sichtbar wurde dies in ihrer Arbeit im Leseteam, das sie auch über die eigentliche Unterrichtszeit hinaus mit viel Einsatz unterstützt hat.
„Du machst mehr als Dienst nach Vorschrift“ – dieser Satz fasst zusammen, was die Schulgemeinschaft an ihr besonders schätzt. Ebenso wertvoll war ihre offene Art, ihre Meinung klar zu vertreten und damit einen konstruktiven Austausch zu ermöglichen. Durch diese Haltung hat sie dazu beigetragen, unsere Schule gemeinsam weiterzuentwickeln.
Als Zeichen des Dankes überreichte die Schulgemeinschaft ihr ein kleines Präsent und wünschte ihr für den neuen Weg alles Gute.
Auch die Kolleginnen aus den Fachbereichen Deutsch und Englisch verabschiedeten Frau Bischoff noch einmal persönlich: Frau Lechner als Fachbereichsleitung Deutsch, Frau Gräßler als Fachbereichsleitung Englisch und Frau Jungklaß, mit der Frau Bischoff über vier Jahre eng in der gemeinsamen Klassenleitung zusammenarbeitete, fanden persönliche Worte des Dankes und der Wertschätzung.
Frau Lechner merkte an, dass Frau Bischoff zwar „nur“ dreieinhalb Jahre Teil unseres Kollegiums war, in dieser Zeit aber viele Spuren hinterlassen habe. Besonders ihr Engagement im Leseteam und in der Qualitätsentwicklung unserer Schule bleibe in Erinnerung – sei es durch das Leseband, Projekttage oder die Unterstützung bei organisatorischen Themen wie Untis. Mit einem Augenzwinkern wurde betont: „Mit Frau Bischoff könnte man eine Notoperation im Wald durchführen.“ Dieser Satz verdeutlichte, wie sehr man sich auf ihre Kompetenz, ihre Hilfsbereitschaft und ihre Verlässlichkeit verlassen konnte.
Die große Zahl an Kolleg:innen, die zur Verabschiedung nach vorne kam, zeigte eindrucksvoll, welche Verbundenheit entstanden ist und welch große Lücke Frau Bischoff in unserer Schulgemeinschaft hinterlassen wird. Eine Kollegin merkte überrascht an: „Da sitzt ja fast keiner mehr im Publikum!“
Zwischen Kabeln, Passwörtern und ganz viel Herz - Frau Filippova geht
„Du bist eine der Hauptschlagadern unserer Schule. Ohne dich würde ganz viel zusammenbrechen.“
Mit diesen Worten wurde beschrieben, welchen Stellenwert Frau Filippova für unsere Schulgemeinschaft hatte. Ihr Engagement für die Digitalisierung unserer Schule war über viele Jahre hinweg unverzichtbar: digitale Tafeln, Kabel, Programme und zahlreiche technische Herausforderungen gehörten zu ihrem Alltag. Sie war diejenige, die zur Stelle war, wenn Technik nicht so funktionierte, wie sie sollte.
Dabei hinterlässt sie nicht nur fachlich eine große Lücke – auch menschlich wird sie der Schule sehr fehlen.
Die Fachbereiche Informatik und Mathematik verabschiedeten sich persönlich von ihr. Niemand ließ es sich nehmen, Frau Filippova noch einmal zu drücken und seine Wertschätzung auszudrücken.
Auch Frau Riedel trug mit ihrem traditionellen Gedicht zu diesem besonderen Moment bei. Mit viel Charme griff sie die bekannte „Passwort-vergessen“-Thematik auf und würdigte Frau Filippovas unermüdliche Hilfe: Jedes Passwort dieser Welt schien bei ihr wiederherstellbar.
Der SESB-Bereich gestaltete gemeinsam mit dem Fachbereich Musik eine musikalische Einlage. Dabei wurde humorvoll erzählt, dass Frau Filippova selbst im Urlaub noch ehemalige Kolleg:innen anrufen würde, um zu erfahren, wie es ihnen geht – ein schönes Bild für ihre Verbundenheit mit Menschen und Schule.
Frau Balasheva übernahm darin die Rolle der „Frau Filippova“ und schilderte augenzwinkernd, wie ohne ihre technische Unterstützung plötzlich nichts mehr funktionieren würde. Die humorvolle Übertreibung machte deutlich, wie wichtig ihr Einsatz für den Alltag unserer Schule war.
Auch Frau Filippova selbst fand persönliche Worte. Sie erklärte mit einem Lächeln, sie habe „heute Hausaufgaben vergessen“ und keine Rede vorbereitet. Anschließend bedankte sie sich herzlich für die Verabschiedung und besonders für die musikalische Einlage.
Sie blickte auf ihre zehn Jahre an unserer Schule zurück und betonte, dass sie von allen Kolleg:innen viel gelernt habe. Aus Kolleg:innen seien Freund:innen geworden. Besonders berührend war ihr Satz: „Es war toll, dass ich nicht nur zur Arbeit kam, sondern zu einer Familie.“ Zum Abschluss erinnerte sie mit einem Bild an den eigenen Weg: „Es gibt Zeit, Steine zu sammeln, und es gibt Zeit, Steine zu werfen.“ Für sie sei nun die Zeit gekommen, einen Übergang zu gestalten, weiterzuziehen und weiter zu wachsen. Die eigenen Emotionen ließen sich dabei nicht ganz zurückhalten – ein Taschentuch musste schließlich aushelfen.
Gemeinsam in die Sommerferien!
Nach all den bewegenden Momenten fand der Tag beim gemeinsamen Sommerfest seinen Ausklang. Bei Gesprächen, Begegnungen, Grillen und einem letzten gemeinsamen Zusammensein vor den Ferien wurde noch einmal spürbar, was unsere Schule ausmacht: Menschen, die miteinander arbeiten, lernen und füreinander da sind.
So endet eine weitere eigene Jahreszeit unserer Schule – mit Dankbarkeit für das Vergangene, Wehmut über Abschiede und Vorfreude auf das, was kommt.
Bericht/Bilder: Kaz